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Zeichnen Basic #16: Erste Versuche mit Perspektive

Lektion 16 Modul 4

Wochentraining "Zeichnen Basic"

Lektionen 16-20 Perspektive

Lektion 16: Erste Versuche mit Perspektive

Willkommen zur sechzehnten Lektion des Basiskurses Zeichnen!

Materialliste

  • 20 Blätter DinA4
  • 2B-Bleistift
  • 10 Fotos aus der Übung
  • 10 einfache perspektivische Gegenstände (siehe Text)

Kommen wir nun zu einem Thema, welches ich ganz bewusst ein wenig herausgezögert habe: Perspektive!

Mittelfristig kommen wir ohne perspektivische Grundkenntnisse nicht aus.

Sicherlich wird es niemals darum gehen, Gegenstände zu konstruieren, aber erst wenn wir wissen, wie Perspektive funktioniert, an welchen – eher wenigen Stellen – wir tatsächlich sehr bewusst auf Perspektive achten müssen, werden wir dauerhaft alles zeichnen können.

Der Betrachter sieht im Falle eines Falles immer, dass etwas perspektivisch verkehrt ist.

Er sieht nicht, was es ist, aber es reicht, dass er es so wahrnimmt. Letztendlich entspricht in so einem Fall eine Zeichnung einfach nicht der eingebrannten Sehgewohnheit. Wir alsZeichner sollten es nicht nur bemerken, sondern auch wissen, wie wir es den Fehler berichtigen. Nur so vermag es der spätere Betrachter, sich nicht an den Fehlern aufzuhalten, sondern die Qualitäten der Zeichnung zu genießen.

Heute nähern wir uns der Zeichnung ganz unbedarft. Du findest in dieser Lektion 10 Fotos von einfachen perspektivischen Gegenständen. Diese gilt es zu zeichnen. Dabei sollst Du versuchen, den Gegenstand aus dem Gefühl heraus abzubilden.

Es wird wahrscheinlich in den meisten Fällen nicht richtig aussehen. Aber für einen ersten Kontakt reicht es.

In der kommenden Woche wirst Du ein Video bekommen, wie man genau vorgeht. Danach kannst Du die Zeichnungen dieser Übung korrigieren. Dabei brennen sich die Methode und das Prinzip erst richtig ein!

Die ersten Zeichnungen in Schritt 1 orientieren sich an Fotos. Der Vorteil: Du hast zweidimensionale Vorlagen und setzt sie ebenso zweidimensional um.

Die nächsten 10 Zeichnungen in Schritt 2 orientieren sich an realen Gegenständen. Der Unterschied: Nun hast Du eine dreidimensionale Vorlage und musst sie in die zweidimensionaleZeichnung verwandeln. Das ist noch einmal um einiges schwerer. Das wird später aber eher der Regelfall sein.

Auch diese Zeichnungen gilt es dann in der kommenden Woche zu überarbeiten und zu korrigieren.

Es geht in dieser Übung nicht um Schraffuren, noch nicht mal großartig um Detail. Es geht tatsächlich primär um die richtigen perspektivischen Linien:

  • Die Senkrechten
  • Die Schrägen
  • Ellipsen

Wenn eine Zeichnung grob 1 bis 2 Minuten dauert, reicht es allemal. Länger sollst Du an einer Zeichnung gar nicht unbedingt arbeiten.

"Große Künstler sind die einzigen Reichen, welche ihr ganzes Glück mit uns teilen."

August von Platen​

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Der erste Kontakt!

Schritt 1

Nimm Dir nach und nach die 10 Fotos vor und setze auf ein DinA4 Blatt jeweils eine Zeichnung von einem der Fotos. Achte darauf, dass alle Senkrechten, die Du siehst senkrecht sind.

Du siehst so einige Schrägen. Versuche diese in etwa dem richtigen Winkel darzustellen. Wenn Du Zeit für das eine oder andere Detail hast, bist Du herzlich eingeladen, es mitzuzeichnen.

Setze keine Schraffuren. Es geht ausschließlich um Linien.

Stillleben
Farbeimer
Handyhülle
Stiftebox
Glaskaraffe
Grünes Glas
Tasse
Buch
Tusche
Kamera

Wenn Du Ellipsen siehst, z.B. in Form eines Glases oben und unten, einer Schale usw., versuche auch diese Ellipsen richtig zu erfassen.

Wie bereits vorher erklärt, es werden sich viele Fehler einschleichen, und das ist auch gut so. Wenn Du in der kommenden Woche Deine Zeichnungen dann überarbeitest, werden sich die Fehler einbrennen und Du wirst sie danach zu vermeiden wissen.

Arbeite mit einem 2B-Bleistift.


Schritt 2

Nun suche Dir 10 Gegenstände, ähnlich wie die auf den Fotos. Platziere sie vor Dir und mache die nächsten 10 Zeichnungen, ähnlich wie die ersten.

Nun allerdings musst Du, wie vorher beschrieben, von der Dreidimensionalität in die Zweidimensionalität. Das ist eine weitere kleine Hürde. Have fun!


 Das war Dein erster Kontakt mit Perspektive!

Ab der kommenden Woche wird es dann fundiert. Natürlich ist dieser erste Kontakt mit Perspektive immer lästig, mühsam und etwas frustrierend, aber hier setzt Du die Basis für alles weitere.

Arbeite Dich hier gewissenhaft durch und Du wirst in Kürze überrascht sein, wie wenig schwierig Perspektive ist, wie wenig Du am Ende verstehen musst, um Perspektive richtig anzuwenden.

Freue Dich schon jetzt auf die vielen kleinen Aha-Erlebnisse, die sich nach und nach einstellen werden.

Die kleinen Reflektionen!

Reflektion

1. Hast Du das Gefühl, dass einige Gegenstände „richtig“ aussehen?

2. Sortiere 2 Gruppen, die Richtigeren und die Falscheren!

3. Was denkst Du, woran es liegt, dass einige richtiger ausschauen und einige falscher?

Trink Dir einfach mal ein schönes Glas Prosecco oder ein gemütliches Heißgetränk!

Habe eine schöne Woche mit schönen Momenten...

Dein HOWDOYOUKUNST-Team

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Wochentraining „Zeichnen Basic“

Lektionen 16-20 Perspektive

Lektion 16: Erste Versuche mit Perspektive

Willkommen zur sechzehnten Lektion des Basiskurses Zeichnen!

Materialliste

  • 20 Blätter DinA4
  • 2B-Bleistift
  • 10 Fotos aus der Übung
  • 10 einfache perspektivische Gegenstände (siehe Text)

Kommen wir nun zu einem Thema, welches ich ganz bewusst ein wenig herausgezögert habe: Perspektive!

Mittelfristig kommen wir ohne perspektivische Grundkenntnisse nicht aus.

Sicherlich wird es niemals darum gehen, Gegenstände zu konstruieren, aber erst wenn wir wissen, wie Perspektive funktioniert, an welchen – eher wenigen Stellen – wir tatsächlich sehr bewusst auf Perspektive achten müssen, werden wir dauerhaft alles zeichnen können.

Der Betrachter sieht im Falle eines Falles immer, dass etwas perspektivisch verkehrt ist.

Er sieht nicht, was es ist, aber es reicht, dass er es so wahrnimmt. Letztendlich entspricht in so einem Fall eine Zeichnung einfach nicht der eingebrannten Sehgewohnheit. Wir alsZeichner sollten es nicht nur bemerken, sondern auch wissen, wie wir es den Fehler berichtigen. Nur so vermag es der spätere Betrachter, sich nicht an den Fehlern aufzuhalten, sondern die Qualitäten der Zeichnung zu genießen.

Heute nähern wir uns der Zeichnung ganz unbedarft. Du findest in dieser Lektion 10 Fotosvon einfachen perspektivischen Gegenständen. Diese gilt es zu zeichnen. Dabei sollst Du versuchen, den Gegenstand aus dem Gefühl heraus abzubilden.

Es wird wahrscheinlich in den meisten Fällen nicht richtig aussehen. Aber für einen ersten Kontakt reicht es.

In der kommenden Woche wirst Du ein Video bekommen, wie man genau vorgeht. Danach kannst Du die Zeichnungen dieser Übung korrigieren. Dabei brennen sich die Methode und das Prinzip erst richtig ein!

Die ersten Zeichnungen in Schritt 1 orientieren sich an Fotos. Der Vorteil: Du hast zweidimensionale Vorlagen und setzt sie ebenso zweidimensional um.

Die nächsten 10 Zeichnungen in Schritt 2 orientieren sich an realen Gegenständen. Der Unterschied: Nun hast Du eine dreidimensionale Vorlage und musst sie in die zweidimensionaleZeichnung verwandeln. Das ist noch einmal um einiges schwerer. Das wird später aber eher der Regelfall sein.

Auch diese Zeichnungen gilt es dann in der kommenden Woche zu überarbeiten und zu korrigieren.

Es geht in dieser Übung nicht um Schraffuren, noch nicht mal großartig um Detail. Es geht tatsächlich primär um die richtigen perspektivischen Linien:

  • Die Senkrechten
  • Die Schrägen
  • Ellipsen

Wenn eine Zeichnung grob 1 bis 2 Minuten dauert, reicht es allemal. Länger sollst Du an einer Zeichnung gar nicht unbedingt arbeiten.

„Große Künstler sind die einzigen Reichen, welche ihr ganzes Glück mit uns teilen.“

August von Platen​

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Der erste Kontakt!

Schritt 1

Nimm Dir nach und nach die 10 Fotos vor und setze auf ein DinA4 Blatt jeweils eine Zeichnung von einem der Fotos. Achte darauf, dass alle Senkrechten, die Du siehst senkrecht sind.

Du siehst so einige Schrägen. Versuche diese in etwa dem richtigen Winkel darzustellen. Wenn Du Zeit für das eine oder andere Detail hast, bist Du herzlich eingeladen, es mitzuzeichnen.

Setze keine Schraffuren. Es geht ausschließlich um Linien.

StilllebenFarbeimerHandyhülleStifteboxGlaskaraffeGrünes GlasTasseBuchTuscheKamera

Wenn Du Ellipsen siehst, z.B. in Form eines Glases oben und unten, einer Schale usw., versuche auch diese Ellipsen richtig zu erfassen.

Wie bereits vorher erklärt, es werden sich viele Fehler einschleichen, und das ist auch gut so. Wenn Du in der kommenden Woche Deine Zeichnungen dann überarbeitest, werden sich die Fehler einbrennen und Du wirst sie danach zu vermeiden wissen.

Arbeite mit einem 2B-Bleistift.

Schritt 2

Nun suche Dir 10 Gegenstände, ähnlich wie die auf den Fotos. Platziere sie vor Dir und mache die nächsten 10 Zeichnungen, ähnlich wie die ersten.

Nun allerdings musst Du, wie vorher beschrieben, von der Dreidimensionalität in die Zweidimensionalität. Das ist eine weitere kleine Hürde. Have fun!

 Das war Dein erster Kontakt mit Perspektive!

Ab der kommenden Woche wird es dann fundiert. Natürlich ist dieser erste Kontakt mit Perspektive immer lästig, mühsam und etwas frustrierend, aber hier setzt Du die Basis für alles weitere.

Arbeite Dich hier gewissenhaft durch und Du wirst in Kürze überrascht sein, wie wenig schwierig Perspektive ist, wie wenig Du am Ende verstehen musst, um Perspektive richtig anzuwenden.

Freue Dich schon jetzt auf die vielen kleinen Aha-Erlebnisse, die sich nach und nach einstellen werden.

Die kleinen Reflektionen!

Reflektion

1. Hast Du das Gefühl, dass einige Gegenstände „richtig“ aussehen?

2. Sortiere 2 Gruppen, die Richtigeren und die Falscheren!

3. Was denkst Du, woran es liegt, dass einige richtiger ausschauen und einige falscher?

Trink Dir einfach mal ein schönes Glas Prosecco oder ein gemütliches Heißgetränk!

Habe eine schöne Woche mit schönen Momenten…

Dein HOWDOYOUKUNST-Team

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