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Acryl Basic #41: Cats & Co.

Lektion 41 Modul 9

Wochentraining "Acrylmalerei Basic"

Einfach Tierisch! Lektion 41-45

Lektion 41: Cats & Co.

Materialliste

  • 2 große Bögen Hahnemühle Büttenpapier (56x78cm), jeweils halbiert.
  • Katzenzungen-Borstenpinsel, verschiedene Breiten für die malerischen Schritte
  • Breite Flachpinsel
  • Diverse Acrylfarben
  • Löslicher Kaffee
  • Ölkreiden
  • Sennelier-Ölpastelle
  • Die 4 Katzenfotos als Vorlage

„Meine Kunst soll Spaß machen, das heißt aber nicht, dass ich es nicht ernst meine.“

Sherrie Levine

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Tiere sind ganz wunderbar, als Lebensbegleiter, in der freien Wildbahn und natürlich auch in der Malerei. Als so wichtiger Bestandteil unseres Lebens ist es kein Wunder, dass Tiere auch in jeder Form der Darstellung immer wieder ihren Platz gefunden haben. Tiere sind von jeher Begleiter des Menschen, auch dessen Nahrung und Lieferant für Kleidung usw.

In dieser Lektion wollen wir starten, uns zumindest fünfmal in einiger Ausführlichkeit und mit Lust diesem Thema zu widmen. Tiere gibt es in einer solchen Vielfalt, unterschiedlichen Farbigkeit und Form.

Wir starten heute mit Katzen. Katzen sind grundsätzlich gar nicht so schwierig umzusetzen, da relativ viel Fell und meistens nicht soviel Detail da ist. Aufpassen muss man beim Gesicht und bei der Form insbesondere wenn eine Katze in Bewegung ist. Katzen sind extrem geschmeidig und wendig und können wunderbare Körperpositionen annehmen.

Wir werden auf 4 halben Blättern arbeiten, verschiedene Ansätze von Katzen probieren und uns tatsächlich auch sehr der Realität widmen. Es gibt immer ein paar freie Ansätze, aber die Malerei als solche, orientiert an der Realität, soll hier im Mittelpunkt stehen.

Es geht um 4 konkrete Vorlagen, die der Übung anheften:

  • ein Katzenportrait
  • eine komplette Katze in sitzender Position
  • zwei Katzen in Bewegung
Katze
Katze
Katze Sprung

Es wird noch eine Besonderheit geben. Wir werden den Hintergrund fast komplett freilassen. Wir werden ausschließlich unsere kleinen Protagonisten umsetzen, diese aber wiederum so groß, dass sie unser Format komplett ausfüllen aber auch komplett auf das Format passen, sprich nicht angeschnitten sind.

Aber warum kann man auf den Gedanken kommen, den Hintergrund komplett zu ignorieren?Bearbeiten wir das ganze Bild, dann bearbeiten wir tatsächlich das ganze Bild. Es geht auch um das, was abgebildet ist, aber das Bild als Wertegefüge, als Farbgebilde, als Komposition usw. spielt eine mindestens genauso große Rolle, wie das Abgebildete, die Figur selber. Manchmal ist das Abgebildete fast zweitrangig und das Bild als solches steht absolut im Vordergrund.

In diesem Fall soll aber ausschließlich die gemalte Figur eine Rolle spielen, das Erfassen der jeweiligen Katze. Deshalb lassen wir den Hintergrund weitestgehend weg und setzen auch nur die Katzen malerisch um.Lass uns direkt starten, um zu schauen, ob es klappt...

Let’s paint cats!

Schritt 1 Ein leichtes Katzenhintergrundexperiment

Zwar soll es in dieser Übung nicht um Hintergründe gehen, sondern lediglich um die Katzen selbst, aber in diesem ersten Schritt wollen wir einen leicht experimentellen Grund wagen, auf dem die Katzen sich dann entfalten können.Setze auf jedes Papier einen anderen experimentellen Hintergrund.Arbeite jeweils spritzend und schnell, gestisch und siffig, powerful und nicht rational. Und bearbeite jeweils ca. 70% eines jeden Blattes.

Blatt 1 Kaffee in der üblichen Mischung

Blatt 2 Magenta und Wasser

Blatt 3 Schwarz mit Wasser

Blatt 4 Eine Farbe Deiner Wahl mit Wasser

Zeit: solange es dauert


Schritt 2 Die Katzenkonturen mit Kreide

Nun zeichne die Katzen zuerst mit einer ganz normalen Ölkreide eher nicht zu weich! Zeichne sie bis zu Deinen Bildrändern, ggf. sogar darüber hinaus. Wenn die Katzen zu klein werden, haben wir zuviel Hintergrund.Versuche recht detailliert und genau zu zeichnen. Wenn Du die Katze erfasst hast, akzentuiere einige Deiner Linien mit einer gleichfarbigen Sennelierkreide.

Bei den Farben bist Du heute der Bestimmer. Versuche zu den unterschiedlichen Untergründen jeweils eine Farbe zu wählen, die konträr zu den Untergründen ist, trotzdem präsent und sich auch noch in die Ästhetik der vorhandenen Farbe einbettet. Sei gerne auch ein bisschen mutig!

Zeit: solange es dauert


Schritt 3 Die Katzendunkelheiten

Mische Dir eine extrem dunkle Katzenfarbe und setze alle Dunkelheiten Deiner Katze. Arbeite wie immer versuchsweise gestisch und rasch und natürlich auch an der Realität orientiert. Schließlich wollen wir ja Katzen malen.

Zeit: 2-4 Min pro Blatt ohne Mischen


Schritt 4 Eine Katzenlasur

Mische Dir eine katzenkonträre Lasur Deiner Wahl, gerne sehr farbintensiv und lasiere damit ungefähr 50% Deiner Katze durchaus lebhaft. Es ist absolut egal, wenn Du über die Außenkontur der Katze malst oder spritzt oder gestisch und rasch arbeitest.

Zeit: solange es dauert


Schritt 5 Vier bis fünf Katzenfarben

Schritt 5 ist einer etwas genaueren Ausarbeitung der Katzen vorbehalten. Zu diesem Zweck mische Dir 4-5 Farben, die sich auf die Katzen beziehen! Sei subtil, aber mische Dir ausreichend Farbe an, um vielleicht hier und da auch mal pastos sein zu können.

Nun male Deine Katzen in der üblichen raschen und trotzdem realitätsnahen Gestik! Verwende pro Katze alle Farben, auch wenn sie nicht in allen Katzen vorkommen. Natürlich können und sollen sich die Farben auch teilweise auf den Bildern wieder mischen. Bearbeite mit diesen Farben ca. 50%-70% der Katzen, auf keinen Fall mehr.

Zeit: 8 Min pro Blatt ohne Mischen


Schritt 6 Ein roter Katzenmarker

Wenn alles gut getrocknet ist, umrande einige Bereiche Deines Bildes fast sachlich und ordentlich mit einem roten dünnen Marker oder Edding. Das könnte sein: Teile der Konturen Einen sichtbaren gestischen Pinselstrich Einige Details.Eine ungewöhnliche Forderung: Arbeite sehr detailliert und genau am Objekt.

Zeit: solange es dauert


Schritt 7 Eine Katzenfremdfarbe

Bestimme pro Bild eine Fremdfarbe, also eine Farbe, die nicht in der jeweiligen Katze vorkommt. Mische diese durchaus sehr differenziert und ggf. subtil an und setze sie an einer Stelle rasch und gestisch ein, an der sie kompositorisch für Dich gefühlt einen Sinn macht. Es kann eine kleine Stelle sein oder Du bist etwas mutiger. Your choice!

Zeit: 1 Min pro Blatt ohne Mischen


Schritt 8 Eine Katzenfarbenwiederholung

Wiederhole Schritt 5 in eher zurückhaltender Form, einfach nur um das Bild katzengemäß abzuschließen. In diesem Schritt kannst Du die Farben natürlich auch in extrem kleinen Anteilen einsetzen!

Zeit: 2-4 Min pro Blatt ohne Mischen


Reflektion

1. Was war für Dich am Schwierigsten? Das Katzenportrait? Die sitzende Katze oder die Katzen in Bewegung? Was denkst Du, woran das lag? Wenn ich Dich frage, was war für Dich am aufregendsten, würdest Du die gleiche Antwort geben?

2. Welche Deiner 4 Arbeiten ist gefühlt am Besten geworden? Was denkst Du, womit das zusammenhängt?

3. Wenn Du Deine Motive gedanklich mit anderen Tieren vergleichst, denkst Du andere Tiere wären leichter? Welche und warum? Oder welche denkst Du wären schwerer? Was sind Deine Gründe?

4. Welches Tier würdest Du in diesem Block auch gerne mal zeichnen wollen? Schicke uns bis zum 12. Juli 2016 Deine Wunschliste zu! Happy animal!

Genieße die Woche und schüre Deinen selektiven Blick doch einfach mal auf Dir begegnende Hunde und ihre Frauchen und Herrchen. Have fun!

Dein HOWDOYOUKUNST-Team

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