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Acryl Basic #38: Two Dogs Heads

Lektion 38 Modul 8

Wochentraining "Acrylmalerei Basic"

Lektionen 36-40Zeitweise Schablone

Lektion 38: Two Dogs Heads

Materialliste

  • 1 großer Bogen Hahnemühle Büttenpapier (56x78cm), halbiert.
  • Katzenzungen-Borstenpinsel, verschiedene Breiten für die malerischen Schritte
  • Breite Flachpinsel
  • Diverse Acrylfarben
  • Kaffee
  • Schablonen – siehe Aufgabenstellung
  • Acrylspray, diverse Farben

„I do not think about art when I am working. I try to think about life.“

Jean-Michel Basquiat

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Die Motive spielen in dieser Lektion keine so große Rolle wie in vielen anderen, da es mehr um die Kombination aus Malerei und Schablone geht. Insofern ist das Thema in dieser Lektion einfach ein sympathisches mit einigen Grundherausforderungen, aber am Ende kann man thematisch hier doch wirklich sehr sehr schwelgen und das Thema und die Formen genießen.

Bzgl. der Schablonen geht es heute um variable Schablonen, ohne feststehende Muster. Platzierung, Dichte und Art bestimmst Du im Grunde genommen selbst. Aber was bedeutet das überhaupt?

Lass mich Dir ein Beispiel geben:

Stell Dir vor, Du hast einen Riesenbeutel voll mit Kieselsteinen bis zu einem Durchmesser von 1-2 cm. Schütte diese Steine auf Deinen Bemalstoff, Papier oder Leinwand. Was passiert? Es entstehen Zwischenräume, je nach Anzahl der Steine eher winzige oder auch größere.

Diese Zwischenräume kannst Du nun mit einem Acrylspray aussprühen. Lass alles trocknen und verwende die Steine direkt noch einmal. Du kannst sie komplett neu mischen, neu verteilen und schon hast Du, ganz variabel, wieder neue und andere Zwischenräume zum Aussprayen. Bei so kleinen Steinen sehen die Zwischenräume, abgesehen von der Größe, doch meistens relativ ähnlich aus. Du kannst natürlich auch ganz andere Basiselemente verwenden, die Dir noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten.

Hier noch weitere Beispiele:

  1. Äste zwischen 10cm und 30cm. Was ist anders? Du kannst mit den Ästen selbst gestalten. So können sie alle eine Richtung einnehmen, völlig durcheinander liegen oder eine Bewegung über Dein Papier darstellen. Man denke nur an die Nagelprägungen von Günther Ücker.
  2. Eckige oder runde Bierdeckel. Du kannst ganz extrem regelmäßige Muster legen und sprayen und Du kannst auch ganz chaotisch arbeiten, ganz wild, ganz zufällig.
  3. Klebestreifen Du kannst unterschiedlich lange Tesakreppstreifen abreißen und sie nach ähnlichen Prinzipien auf das Papier oder die Leinwand kleben wie vorher. Du könntest genauso gut die Klebestreifen als Linien verstehen und mit diesen „Linien“ könntest Du ein Gesicht „zeichnen“und „schraffieren“.

Vielleicht fallen Dir noch andere Teile in die Hände oder noch andere Möglichkeiten ein. Das Prinzip ist dadurch sicherlich klar geworden.

Die entsprechenden Schritte in der Übung werden einfach mit „Variablen Schablonen“ umschrieben. Du weißt dann immer, worum es geht. Welche Art variabler Schablonen Du verwendest, das ist grundsätzlich Dir überlassen. Das ist ein guter Moment, um zu starten.

Zerteile einen einzigen Bogen Bütten in 2 Hälften. Nimm zwei der Hundeköpfe als Vorlage und realisiere einen Hundekopf auf der einen Hälfte und den anderen auf der anderen. Aufkleben und los geht’s mit Schritt 1!

Hund
Hund
Hund

.... where is the dog?

Schritt 1 Variable Schablonen 1

Setze eine erste Schicht mit variablen Schablonen. Achte darauf, dass in diesem Schritt jeweils ca. 50% der kompletten Oberfläche besprüht werden. Arbeite mit schwarzem Acrylspray.

Zeit: solange es dauert


Schritt 2Kaffee

Setze mal wieder eine Kaffeelasur. Auf der gesprühten Farbe wird die Lasur abperlen oder es bilden sich Strukturen. Lassen wir uns überraschen. Bearbeite auch in diesem Schritt ca. 50% der jeweiligen Oberfläche.

Zeit: solange es dauert


Schritt 3 Variable Schablonen 2

Nun kommt der zweite Schritt mit den variablen Schablonen. Achte darauf dass Du zwischen 30% und 50% der Oberfläche bearbeitest. 50% wären in diesem Schritt Maximum. Du kannst in jedem Bild eine andere Farbe nehmen, gerne etwas Kräftiges, Intensives.

Zeit: solange es dauert


Schritt 4 Die Hundeskizze

Nun lege Deine Hundeköpfe linear mit Acrylfarbe an! Wähle auf einem Bild eine dezente Acrylfarbe und auf dem anderen eine eher intensive. Arbeite mit einer Katzenzunge, 15-20 mm, arbeite rasch und gestisch und versuche trotzdem alle Realitäten mitzunehmen bzw. Dich darauf zu beziehen.

Zeit: 2 - 4 Min pro Blatt ohne Mischen


Schritt 5 Die Dunkelheiten

Nun setze, wie auch schon in anderen Lektionen die Dunkelheiten Deines Motivs, also des jeweiligen Hundes. Arbeite mit Schwarz und einer anderen dunklen Farbe Deiner Wahl.

Zeit: 2 Min pro Blatt ohne Mischen


Schritt 6 Die Farben des Hundes 1

Du brauchst 3-5 Farben, die sich auf den jeweiligen Hund beziehen. Nun „male“ den jeweiligen Hund aber nur zu maximal 40%. Es soll vieles aus dem Untergrund durchscheinen.

Zeit: 3-6 Min pro Blatt ohne Mischen


Schritt 7 Die Farben des Hundes 2

Suche Dir eine weitere Farbe aus, die sich auf den Hund bezieht. Es kann auch eine ganz unbedarfte sein. Es kann auch eine intensive sein. Diese Farbe setze nur an einer Stelle im Hundekopf ein. Damit steuerst Du etwas mehr die kompositorische Ebene im Bild.

Zeit: 2-4 Min pro Blatt ohne Mischen


Schritt 8 Die Lichter

Zum Abschluss male wieder die Lichter Deiner Hundeköpfe! Alle wirklich hellen Stellen setze in jeweils einer extrem hellen Farbe Deiner Wahl um! Fertig !

Zeit: 1-2 Min pro Blatt ohne Mischen


 MusstDu den Hund suchen oder ist er da?

Schablonen dieser Art bedienen in der Regel nicht die Realität. Insofern ist diese Übung ein stetiges Wechselspiel zwischen Realität und Freiheit. Das kannst Du nur malerisch natürlich genauso machen. Die Schablonen bringen Dir allerdings ganz klare Abgrenzungen, obwohl sie keine Realität umschreiben. Aber lass uns mal einen genaueren Blick auf Deine Ergebnisse werfen.

Reflektion

1. Wie deutlich sind die Hunde zu erkennen? Kann man sie nur erahnen? Sind sie kaum da? Oder sind sie sogar recht deutlich zu erkennen? Was genau ist im jeweiligen Bild dafür verantwortlich, wie deutlich man den Hund erkennt oder auch nicht?

2. Welches der beiden Bilder gefällt Dir besser und warum?

3.Inwieweit waren die Hundeköpfe eine ganz dankbare Orientierungsgrundlage? Geht so etwas auch mit Architektur? Was wäre anders? Oder warum geht das nicht?

Und nun noch eine wunderbare inspirierende Woche – Gehab Dich wohl!

Dein HOWDOYOUKUNST-Team

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