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Acryl Basic #14: Greenies!

Lektion 14 Modul 3

Wochentraining "Acrylmalerei Basic"

Lektionen 11-15 – Monochromes

Lektion 14: Greenies!

Materialliste

  • 2 große Bögen Hahnemühle Kupferdruckbütten, 300g, (54x78 cm) jeweils halbiert und die Hälften zu den größtmöglichen Quadraten gerissen.
  • Sprühfarben, Grün und Schwarz
  • Diverse Pinsel
  • Diverse Acrylfarben
  • Zirkel, Schere

So wie wir uns in den letzten Wochen immer wieder um eine Farbfamilie gekümmert haben, so wollen wir auch in dieser Woche damit weitermachen. Es ist ein schöner Weg, mehr über Farben zu erfahren, ihren Charakter kennenzulernen, etwas über ihr Mischverhalten zu erfahren und ihre Wirkung auszuprobieren.

In dieser Woche geht es primär um die Farbe Grün. Das Grün an sich ist bereits eine Mischfarbe aus Gelb und Blau. Möchtest Du also mit Grüntönen arbeiten, kannst Du zwar fertige Grüntöne aus der Dose verwenden, diese womöglich noch etwas verfeinern, indem Du verschiedenste Farbtöne und Nuancen dazu mischst.

Genauso gut kannst Du allerdings auch sämtliche Grüntöne aus Gelb und Blau mischen. Dabei ist es allerdings sehr wichtig zu verstehen, dass Du sehr verschiedene Gelb- und Blautöne verwendest, damit Du am Ende auch eine sehr große Palette an unterschiedlichsten Grüntönen erhältst.

In dieser Übung soll es um pure Malerei gehen und das Mischen wird ganz deutlich im Fokus der Übung stehen.

Was ist grün eigentlich für eine Farbe?- Wir verbinden sie sehr schnell mit Landschaft und landschaftlichen Zusammenhängen- Grün nimmt sich als Farbe immer zurück. Es ist eine klassische Hintergrundfarbe. Ein grüner Protagonist funktioniert nur selten 100%ig.

- Grün ist die Farbe, die unsere Wahrnehmung als erstes wahrnimmt, wenn es morgens anfängt zu dämmern.

Als Format wollen wir heute etwas Besonderes schaffen. Das Ausgangsformat ist das Quadrat.

Nimm 2 große Blätter, halbiere sie und aus den Hälften reiße jeweils das größtmögliche Quadrat. Diese vier Quadrate werden wir auch ganz normal als Quadrate bearbeiten. Am Ende wenn die Arbeiten abgeschlossen und getrocknet sind, werden wir aus diesen Quadraten jeweils die größtmöglichen Kreise schneiden. Also ist in dieser Übung das Format eigentlich der Kreis.

... und jetzt viel Spaß bei den Greenies!

„ Die Erfahrung lehrt uns, dass die einzelnen Farben besondere Gemütsstimmungen geben.“

Johann Wolfgang von Goethe

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Die Übung

Schritt 1 Grün Gesprüht

Auf jedes Deiner Quadrate sprühe einen Untergrund mit einer grünen Sprühfarbe Deiner Wahl:

Blatt 1: komplett gesprüht

Blatt 2: alte Spitzendecke o.ä. aufgelegt und dieZwischenräume ausgesprüht

Blatt 3: Äste auf das Blatt gelegt und die Zwischenräume ausgesprüht

Blatt 4: Punkte gesprüht

Zeit: solange es dauert


Schritt 2 8x Grün

Mische Dir 8 wirklich unterschiedliche Grüntöne. Verwende hierauf sehr viel Zeit. Denke einfach daran

  • Es gibt extrem zurückgenommene Grüntöne.
  • Es gibt Grüntöne, die sehr ins Blau abdriften.
  • Es gibt Grüntöne, die eher in die Gelbe Richtung gehen.
  • Wenn Du Grüntöne aus Blau und Gelb mischst, denke einfach daran, sehr unterschiedliche Gelb- und Grüntöne zu verwenden.
  • Mache wagemutige Tests. Mische Farben zu Deinen Grüntönen, die eher absurd scheinen und schaue, was passiert.
  • Mache aus den Grünmischungen Deine ganz persönliche Passion.

Wenn Du Deine Farben gemischt hast, wende sie an. Male mit ihnen. Auf jedem Blatt sollten alle Deiner wunderbaren Grüntöne auftauchen. Bearbeite ca. 50% eines jeden Blattes.

Zeit: 10-12 Minuten ohne Mischen


Schritt 3 Schwarz Gesprüht

Greife wieder zur Spray-Dose, dieses Mal zur Schwarzen. Besprühe ca. 30% eines jeden Blattes in Schwarz.

Blatt 1: Punkte

Blatt 2: Waagerechte regelmäßige Streifen von Rand zu Rand.

Blatt 3: Kleine wilde Spuren

Blatt 4: Was Du willst!

Zeit: solange es dauert


Schritt 4 Pro Blatt 3 Grüns

Nun geht es darum, den Blättern etwas mehr Eigenständigkeit zu geben, indem Du pro Blatt einen anderen eigenwilligen Grünakkord aus drei Grüntönen mischst. So kann ein Grünakkord etwas mehr in die Blaurichtung gehen, ein anderer ins Gelb oder in ganz zurückhaltende Grüntöne.

Versuche auf jeden Fall, vier sehr unterschiedliche Grünakkorde zu finden.

Mit diesen Grünakkorden bearbeite Deine Blätter zwischen 30% und 50%

Zeit: 2 Minuten pro Blatt ohne Mischen


Schritt 5 Pro Blatt eine andere Farbe

In diesem Schritt geht es darum, das viele Grün etwas zu brechen, indem wir pro Bild eine andere Farbe malerisch mit einbinden. Diese Farbe kann überall in dem jeweiligen Blatt etwas auftauchen. Genauso gut kann sie primär an einer Stelle auftauchen. Versuche einfach von Blatt zu Blatt Variationen im Einsatz dieser Farbe zu finden.

Blatt 1: Apricot

Blatt 2: Bordeaux

Blatt 3 und 4: wie Du willst

Zeit: solange es dauert


Schritt 6 Gleich Schritt 2

Schritt 6 soll eine Wiederholung von Schritt 2 sein.

Nutze dieselben Farben. Aber bearbeite deine Blätter damit nur zwischen 20 und 30%. Arbeite malerisch frei und überlege, wo genau Du in jedem Blatt arbeiten möchtest.

Zeit pro Blatt: solange es dauert


Schritt 7 Gleich Schritt 4

Schritt 7 soll dann noch einmal identisch sein mit Schritt 4.

Es geht noch einmal um dieselben eigenwilligen Grünakkorde wie vorher. Wir wollen beim Grün bleiben, aber trotzdem jedem Bild über den jeweiligen sehr speziellen Grünakkord auch einen Hauch Eigenwilligkeit verleihen.

Bearbeite jedes Blatt so stark oder so wenig stark wie Du es möchtest.

Zeit pro Blatt: solange es dauert


Schritt 8 Formatänderung

Zum Schluss greife zum Zirkel oder einem anderen Instrument. Ändere das Format, sobald die Blätter getrocknet sind.

Mache aus den Quadraten die größtmöglichen Kreise. Schneide diese Kreise aus und hänge sie zur Reflektion an die Wand.

Zeit pro Blatt: solange es dauert


Hier ein paar Beispiele, wie Ergebnisse aussehen könnten:


 Bald kennst Du alle Farbfamilien. Wunderbar!

Es gibt noch so viel zu erfahren. Das ist einer der Punkte, die ich persönlich an der Malerei soooo schätze. Malerei ist eine unendliche Welt, um Erfahrungen jeder Art zu sammeln.

GREENIES, GREENIES, GREENIES!

Was für Fragen könnten wir unseren Greenies denn nun zum Abschluss stellen?

Reflektion

1. Was macht der Kreis aus den Bildern? Was ist anders? Kreise findet man in Ausstellungen recht selten. Was denkst Du warum das so ist?

2. Welchen Sinn hat die schwarze Sprühfarbe im Endergebnis? Ebenso die Fremdfarbe, wo war der Sinn?

3. Welcher Kreis ist der Beste und warum?

Genieße die grünen Kreise, die grünen Bilder und die Vorfreude auf die nächste Woche. In diesem Sinne, have fun!

Dein HOWDOYOUKUNST-Team

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