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Acryl Basic #37: Selfie with Stripes

Lektion 37 Modul 8

Wochentraining "Acrylmalerei Basic"

Lektionen 36-40 – Zeitweise Schablone

Lektion 37: Selfie with Stripes

Materialliste

  • 2 große Bögen Hahnemühle Büttenpapier (56x78cm), jeweils halbiert.
  • Katzenzungen-Borstenpinsel, verschiedene Breiten für die malerischen Schritte
  • Breite Flachpinsel
  • Diverse Acrylfarben
  • Schablonen – siehe Aufgabenstellung
  • Acrylspray in Tiefschwarz, glänzend
  • Acrylspray, diverse Farben

Die nächste Lektion, in der Malerei und Schablonen miteinander kombiniert werden... hier ist sie.

In der heutigen Woche kombinieren wir Selfies mit Stripes, also Selbstportraits mit Streifen, die Selbstportraits gemalt und die Streifen gesprayed.

Dazu benötigst Du zu allererst natürlich Selfies von Dir. Glücklicherweise leben wir in einem Zeitalter, in dem so etwas kein Problem mehr ist. Als da sind:

  • Spiegel – die gibt es schon lange. Male direkt von deinem Life-Antlitz
  • Mache ein Selfie mit Deinem Handy, ggf. mit einer Selfiestick/einer Verlängerungsstange
  • oder ... auch etwas mehr oldschool aber lustig: mit einem Selbstauslöser

Du brauchst insgesamt 4 Vorlagen. Mache Dich also an die Recherche des eigenen Antlitzes und los geht’s!

Schau Dir in die Augen, Kleines!

Schritt 1 Red Stripes

Die regelmäßigen roten Streifen sollen gesprayt werden, mit einem knallroten Acrylspray.

Dazu schneide dir gleichmäßige Papierstreifen als Schablone oder nimm gerne auch ein adäquates Material, das eh da ist und anschließend in den Müll wandern soll. Lege Deine Streifen auf Deine Papiere und spraye die Zwischenräume gleichmäßig aus.

Schön wäre es, wenn Streifen und Zwischenräume die gleiche Dicke hätten. Die Streifen in diesem Schritt und in allen anderen sollten waagerecht sein, also horizontal.

Zeit: solange es dauert


Schritt 2 Anlage mit einer Farbe pro Blatt

Nun nimm pro Blatt eine andere Farbe. Hier hast Du völlig freie Hand. Mit dieser Farbe lege Dich, also Dein Selfie, an. Das bedeutet, Du setzt lineare Spuren, durchaus exakt und setzt ebenso bereits einige Flächen, die sich auf hell und dunkel beziehen oder auch mal eine Fläche füllen.

Zeit: 4-8 Min pro Blatt ohne Mischen


Schritt 3 Black stripes - gerissen

Nun reiße Dir Streifen aus Papier, die Du wiederum als Schablone verwendest. Das Reißen bringt eine Unregelmäßigkeit ins Spiel, die das System der Streifen etwas aufbricht. Vom Prinzip her sollen sie aber auch waagerecht eingesetzt werden.Die Zwischenräume sollten ca. ein Drittel der Oberfläche einnehmen und die Streifen ca. zwei Drittel.Sprühe die Zwischenräume mit einem tiefschwarzen Acrylspray aus! Sei neugierig, wie es aussieht, wenn Du Deine Schablonen von den Blättern nimmst.

Zeit: solange es dauert


Schritt 4 Etwas Dunkles für’s Gesicht

Mische Dir drei dunkle Farben. Sie sollten durchaus sehr dunkel sein, da sie die dunklen Stellen Deines Gesichtes wiedergeben sollen und so noch eine Portion Tiefe mit ins Spiel bringen. Setze malerisch alle dunklen Bereiche Deines Gesichtes. Da durch die Streifen auch immer wieder etwas verloren geht, arbeite zwar gestisch aber durchaus auch realistisch. Werde einigermaßen genau!

Zeit: 2-5 Min pro Blatt ohne Mischen


Schritt 5 Dünne Neonstreifen

Arbeite wieder mit Deinen Pappstreifen aus dem ersten Schritt, aber lass extrem dünne Zwischenräume, vielleicht ca. 5 mm. Nun spraye die Zwischenräume in einer Neonfarbe Deiner Wahl aus!

Hast Du das Gefühl, es sind zu wenige Streifen, wiederhole diesen Vorgang noch einmal oder auch öfters, aber immer wieder versetzt.

Zeit: solange es dauert


Schritt 6 Ein Akkord für alle Gesichter

Nun mische Dir einen Farbakkord aus vier Farben, die die Kernfarbigkeit Deines Gesichtes wiederspiegeln. Setze diese Farben malerisch auf jedem Blatt in einem Anteil von ca. 40% ein, um die Gesichter genauer herauszuarbeiten. Sei möglichst genau.

Zeit: solange es dauert


Schritt 7 Free Stripes

Spraye noch einmal waagerechte Streifen mit Schablonen in einer Farbe und Art und Weise und einem Anteil Deiner Wahl. In diesem Schritt solltest Du sehr auf das reagieren, was jetzt da ist. Ggf. ist es ein sehr zurückhaltender Schritt. Mache es in jedem Bild vom Status des Bildes abhängig. Jedes Bild kann anders bearbeitet werden. Sei überlegt und durchaus auch mutig.

Zeit: 4-8 Min pro Blatt ohne Mischen


Schritt 8 Das Helle zum Schluss

Beende Deine Gesichter mit den hellen Stellen, den Helligkeiten, die Deine Vorlagen oder Dein Spiegelbild Dir bieten. Verwende in einem Bild Weiß und in den anderen jeweils eine andere helle Farbe Deiner Wahl.

Zeit: 1-2 Min pro Blatt ohne Mischen


 Erkennst Du Dich?

Hänge Deine 4 Portraits nebeneinander an die Wand, damit wir sie noch einmal etwas zerpflücken können. Erkennst Du Dich? Wie ist es, gleich Vieren von Dir gegenüberzusitzen? Spooky? Lustig? Schräg? Erhellend?

Vielleicht kommst Du Dir bei den Reflektionsfragen etwas näher!

Reflektion

1. Erkennst Du Dich? Auf einem? Auf allen? Falls Du Dich erkennst, was sind die wesentlichen Merkmale, die Dich auf den Blättern formen? Falls Du Dich nicht erkennst, was hast Du an Deinem eigenen Antlitz scheinbar nicht erfasst?

2. Was bewirken die Streifen? Was machen sie mit der Realität? Stören sie? Verfremden sie? Bringen sie eine neue Ebene ein?

3. Welches Blatt ist das Beste geworden? Was würdest Du sagen, sind die maßgeblichen Kriterien für Deine Entscheidung?

Wahrscheinlich betrachtest Du Dich jetzt jeden Morgen noch genauer im Spiegel. Dabei wünschen wir Dir viel Spaß!

Dein HOWDOYOUKUNST-Team

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